BOKU

Die Universität für Bodenkultur, bekannt als BOKU, liefert kompetente Antworten zu aktuellen Fragestellungen wie Schutz vor Flut- und Lawinenkatastrophen, Klimawandel, Lebensmittelsicherheit, Gentechnologie, Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, Entwicklung städtischer und ländlicher Lebensräume. Wichtige Merkmale der Forschung an der BOKU sind das vorausschauende Erfassen von Fragestellungen, kreative Problemlösungen sowie Interdisziplinarität und Internationalität.

Univ.Prof. Dr. Josef Glößl, Vizerektor für Forschung und Internationale Zusammenarbeit hieß die Handelsräte am Standort Muthgasse willkommen (weitere Standorteder BOKU sind am Türkenschanzpark und in Tulln/Niederösterreich), und gab seinen Gästen einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten und Aufgaben der Universität: "Das wissenschaftliche Umfeld, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft erwarten von der BOKU wissenschaftliche Expertise für Themen, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen Mensch, Gesellschaft und Umwelt befassen."1872 als Hochschule für Land- und Forstwirtschaft gegründet, deckt die Universität für Bodenkultur Wien heute ein einmaliges wissenschaftliches Spektrum ab. Angefangen von agrarischen Fragen bis hin zur biotechnologischen Forschung wird an der BOKU eine Vielzahl an Themen behandelt. Als "Universität des Lebens" nimmt die BOKU eine besondere gesellschaftliche und politische Verantwortung wahr: Hier werden Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung und damit zur Sicherung natürlicher Ressourcen erforscht und vermittelt. "Heute ist die BOKU eine moderne, international aufgestellte University of Life Sciences mit 9 Bachelor- und 25 Masterstudien für über 11.500 Studierende - 18% davon aus dem Ausland", wie Prof. Glößl erklärte: "Dazu gehören auch internationale Masterprogramme in englischer Sprache wie zum Beispiel Applied Limnology - Wetland Management, Natural Resources Management and Ecological Engineering, European Forestry, Safety in the Food Chain, Material and Thermal Utilization of Renewable Raw Materials, Environmental Sciences - Soil, Water and Biodiversity uvm."  Ein eigenes Centre for Development Research, CDR, organisiert internationale Kooperationen mit allen Teilen der Welt.

Am Beginn der "Guided Tour" stand ein Besuch im Department für Lebensmittelwissenschaften und -technologie und seinem Leiter Prof. Kneifel (inklusive einer Verkostung der selbst produzierten Schnäpse), das durch Forschung und Lehre im nationalen und internationalen Kontext einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen und sicheren Lebensmitteln liefert. Das Department besteht aus zwei Instituten, die mit ihren thematischen Arbeitsgruppen die Kernbereiche der Lebensmittelversorgungskette repräsentieren. Auch innerhalb der Universität für Bodenkultur Wien nimmt das Department eine essentielle Position im BOKU-Kompetenzfeld "Lebensmittel-Ernährung-Gesundheit" ein.

Anschließend durften die Handelsräte einen Blick in die Core Facility "Bioindustrial Pilot Plant" am Vienna Institute of BioTechnology (VIBT) werfen, die als semi-industrielle Ausbildungs-, Trainings- und Testanlage für die moderne Biotechnologie dient. Die bestehende Infrastruktur im Bereich der Fermentation wurde mit einem modernen, dem Stand der industriellen Biotechnologie entsprechenden Prozessleitsystem aufgerüstet und mit den dazugehörigen Messsystemen und ?sensoren ausgestattet. Die ingenieurwissenschaftliche Ausbildungskomponente wird durch die "industrienahe" Umgebung gestärkt (Ablauf von Aufarbeitungsprozessen in Bezug auf Durchsatz, Kosten, Stabilität des Prozesses sowie Produktqualität), die für die Entwicklung der AbsolvententInnen im nationalen und internationalen Wirtschaftsraum einen großen Stellenwert einnimmt.

"Wasser ist der Urgrund aller Dinge" und war das Motto der Tour durch die Core Facility "Hydraulic Lab / Lab of sanitary engineering": Durch die vielfältigen anthropogenen Eingriffe in den Wasserhaushalt wird der natürliche Wasserkreislauf beeinflusst und verändert die Vernetzung zwischen Wasser und Umwelt. Diese Wirkungszusammenhänge aufzuzeigen und umweltverträgliche, wasserwirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten zu erarbeiten, sind die primären Aufgabengebiete des Instituts. Dementsprechend werden Aspekte der hydroökologischen Modellbildung, der wasserwirtschaftlichen Planung und des Managements, sowie des naturnahen Wasserbaus und der Wasserkraftnutzung in Forschung und Lehre behandelt, wie zum Beispiel Niederschlag-Abflussmodelle, Öko-Hydrologie, Sedimenttransport, inklusive  wasserbauliche Modellversuche.

Im Faculty Club schließlich konnten die Handelsräte nach der informativen und beeindruckenden Tour gemeinsam mit den Forschern ein Glas des von BOKU-Studenten produzierten und preisgekrönten Weines genießen beim informellen Gedankenaustausch.

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