Hauptbahnhof Wien

Das Gesamtprojekt Hauptbahnhof Wien mit einer Größe von 109 Hektar ist derzeit die bedeutendste Infrastrukturmaßnahme für die Stadt.

Nur 2,5 Kilometer Luftlinie vom Stephansplatz entfernt entsteht hier ein neues Stadtviertel, das sich mit seinem Herzstück - dem neuen Hauptbahnhof Wien - durch beste Verkehrsanbindungen und hohe Wohn- und Lebensqualität auszeichnet.

Das neue Stadtviertel bietet die Mobilität, die man heute braucht, und gleichzeitig einen Lebensraum in zentraler Lage mit kompletter städtischer Infrastruktur und einem Stück Natur vor der Haustür. Arbeiten und Einkaufen in der BahnhofCity, wo in Ergänzung zum Bahnhofsgebäude, Büros, Gastronomie-, Handels-, Dienstleistungs- und Kulturbetriebe, ein Hotel sowie Garagen entstehen. Die BahnhofCity wird so zu einem attraktiven Platz zum Arbeiten, Einkaufen und Ausgehen.

Unser Tour begann am schon von weitem sichtbaren bahnorama-Turm, wo Generalprojektleiter Wien Hauptbahnhof, Dr. Karl-Johann Hartig, die Handelsräte willkommen hieß: Zwei Panoramalifte brachten die Besucher zu einer Aussichtsplattform in rund 40 Meter Höhe wo die Handelsräte einen phantastischen Ausblick über die Stadt Wien genießen konnten. Als höchster begehbarer Holzturm Europas misst der bahnorama-Turm ganze 66,7 Meter. Im ersten Stock befindet sich eine 550m² große Ausstellung über das Projekt Hauptbahnhof, durch die Dr. Hartig seine Gäste führte.

"Von keinem anderen Ausgangspunkt in Wien werden Reiseziele in Österreich, Europa und der ganzen Welt schneller erreichbar sein", wie Dr. Hartig erklärte. Mit der Schaffung einer hochleistungsfähigen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindung wird der Bahnhof zur wichtigsten Drehscheibe für den regionalen, nationalen und internationalen Reiseverkehr und zu einem zentralen Knotenpunkt im transeuropäischen Schienennetz: "Der neue Bahnhof lässt Europas Städte näher zusammenrücken: Salzburg - Budapest wird direkt über den Hauptbahnhof Wien in fünf Stunden statt in derzeit rund sechs Stunden erreichbar sein. Im Nah- und Regionalverkehr werden schnelle Direktverbindungen ermöglicht: von Eisenstadt nach St. Pölten oder von Wiener Neustadt nach Bratislava - ohne Umsteigen."

Visueller Blickfang des neuen Bahnhofs ist das gefaltete, rautenförmige Dach, das die Bahnsteige überspannt. Diese rund 25.000 m² große, lichtdurchlässige Überdachung sorgt für eine helle und freundliche Atmosphäre. Übersichtliche Leitsysteme helfen den Reisenden, sich zu orientieren. Am Detailkonzept "Barrierefreiheit am Hauptbahnhof" wird bereits intensiv gearbeitet, damit die Verkehrsstation nach dem neuesten Stand der Technik gestaltet wird, wovon die Handelsräte einen ersten Vorgeschmack bekamen, wenngleich der Bahnhof noch im Bau ist.

Der Zugang zur U-Bahn und S-Bahn erfolgt auf direktem Weg vom Bahnhofsgebäude über eine neue, unterirdische Passage, am Bahnhofs-Vorplatz werden Taxistandplätze, Kiss&Ride-Plätze, Behinderten- Parkplätze und eine Fahrradgarage errichtet. Auch die Tiefgarage ist über den Vorplatz erreichbar.

Mit Errichtung einer Gleisverbindung in Kledering können in Zukunft von der West- und Südbahn kommende S-Bahnen, Regionalzüge und Fernverkehrszüge über den Hauptbahnhof Wien zum Flughafen Wien Schwechat geführt werden. Etwa 100 Kilometer neue Schienen, 300 modernste Weichen und unzählige Signale machen den Bahn hof erst zu diesem hochleistungsfähigen Verkehrs knoten mitten in Wien und inmitten Europas. Der Bahn-Infrastruktur-Anteil des Gesamtprojekts - das sind Gleisanlagen und die Verkehrsstation - erstreckt sich auf rund 50 Hektar und sechs Kilometer Länge.

Größten Wert legten die Planer des Hauptbahnhofs auf einen sorgfältigen und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Insgesamt drei Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) wurden durchgeführt. Auswirkungen auf unterschiedlichste Bereiche wie Lärm und Klimabelastung, Grundwasser, Luftschadstoffe und andere wurden untersucht und bewertet. Ein beeindruckendes Beispiel für die festgelegten Schutzmaßnahmen: rund 14.000 Lärmschutzfenster und acht Kilometer Lärmschutzwände. Umweltbewusstes Bauen Die ÖBB haben sich bei der Errichtung des Hauptbahnhofs außerdem zu einer umweltfreundlichen Baustellenabwicklung verpflichtet. Energieeffiziente Gebäude Der Einsatz nachhaltiger Materialien und die Erreichung einer hohen Energieeffizienz der Gebäude hat ebenso höchste Priorität: Geothermie, Fernkälte, Fernwärme sowie ein integriertes CO 2-gesteuertes Lüftungssystem machen den Hauptbahnhof zu einem energieeffizienten, Umwelt und Ressourcen schonenden Vorzeigeprojekt.

Die Vollinbetriebnahme und Fertigstellung des gesamten Gleisprojektes ist für 2015 geplant, der Bahnhof soll noch 2014 eröffnet werden.

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