MVA Pfaffenau

Die Handelsräte besuchten die modernste Müllverbrennungsanlage Europas.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Müllverbrennungsanlage Pfaffenau, Mag. Christian Anderle im Visitor Center, gab eine Filmpräsentation eindrucksvoll wieder wie Müllentsorgung in Wien funktioniert und welche hightech Prozesse in der Abfallverwertung ablaufen. Danach ging es zur Führung durch eine der modernsten Müllverbrennungsanlagen Europas, die seit Herbst 2008 in Betrieb ist.

Mit rund 250.000 Tonnen Müll jährlich werden so 50.000 Wiener Haushalte mit Fernwärme zur Raumheizung und Warmwasseraufbereitung und 25.000 Haushalte mit Strom versorgt. Zusätzlich wird die Energie, die für den Betrieb der Anlage benötigt wird, selbst erzeugt. Die Anlage Pfaffenau verbrennt 32 Tonnen Restmüll per Stunde. Pro Jahr werden auf diese Weise  65GWh elektrische Energie erzeugt und 410 GWh Fernwärme.

Etwa 750 Mitarbeiter waren während der für ein Projekt dieser Größenordnung äußerst kurzen Bauphase für die MVA Pfaffenau beschäftigt. Im laufenden Betrieb sind rund 50 Personen tätig. Die  Gesamtinvestitionssumme für die MVA Pfaffenau und die Biogas Wien betrug rund 235 Mio ?, wie die Handelsräte in der anschleißenden regen Q&A-Session erfuhren.

Umweltschonende Abfallverwertung für saubere Energie

Der von der MA 48 gesammelte Restmüll wird mit Müllfahrzeugen über die Flughafenautobahn direkt zur Anlage angeliefert. Bis zu 200 Fahrzeuge täglich entleeren ihren Inhalt in den rund 18.000 m³ fassenden Müllbunker.

Der Müllbunker ist mit zwei Müllkränen ausgestattet, mit denen der angelieferte Müll gemischt und in die Aufgabetrichter der beiden Verbrennungsroste aufgelegt wird. Pro Stunde werden bei einer Temperatur von mind. 850 Grad Celsius 32 Tonnen Restmüll verbrannt.

In den Abhitzekesseln wird der Wärmeinhalt der bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase zur Erzeugung von Dampf genutzt. Dieser Dampf mit 40 bar und 400 Grad Celsius wird in eine Dampfturbine geleitet. Die an den Turbinenläufer übertragene Energie wird im Generator in elektrischen Strom umgewandelt.

Der nach der Turbine noch zur Verfügung stehende Dampf wird in Fernwärmeumformern geleitet. Die bei der dort stattfindenden Kondensation frei werdende Wärme wird an das direkt angeschlossene Fernwärmenetz abgegeben.

Am Ende des Verbrennungsrostes fällt Schlacke an. Aus dieser wird über Magnetabscheider Eisen-Schrott zur Verwertung in der Stahlindustrie abgetrennt. Die restliche Schlacke wird auf der stadteigenen Deponie Rautenweg abgelagert.

Durch eine vierstufige Rauchgasreinigungsanlage - bestehend aus einem Elektrofilter, einer zweistufigen Nasswäsche, einem Aktivkoksfilter und einer Entstickungsanlage - werden höchste Umweltstandards umgesetzt. Dank dieser modernsten Filteranlagen erreicht die Anlage niedrigste Emissionswerte.

Sponsors

Der CDH wird unterstützt von:

 

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: office@handelsraete.com