Vetmeduni Vienna

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: Unterstützung für Forscher, Investoren, Firmengründer... und für kranke Tiere

Der erste Besuch der Handelsräte im Neuen Jahr galt der ältesten veterinärmedizinische Bildungs- und Forschungsstätte deutschsprachigen Raum, gegründet 1765. Dort wurden wir von Mag. Annekathrin Mayrhofer, Direktion für Personal und Infrastruktur, willkommen geheißen die die Handelsdelegierten in einer kurzen Tour über den Campus führte, inklusive eines Besuches der Chirurgie und ihrer intensivmedizinischen Abteilung, bei Dr.med.vet. Priv.-Doz. Eva Eberspächer.

ICU für Tiere, mit Patienten aus ganz Europa

Es gibt fast täglich Patienten in der Vetmeduni Wien, die vor einer Operation stabilisiert oder nach einem schweren Eingriff intensiv betreut werden müssen. Darum kümmern sich die Tierärztinnen und Tierärzte der Klinik für Anästhesiologie in der Intensive Care Unit, kurz ICU genannt. Die Intensivstation bietet optimale Bedingungen zur Überwachung und Betreuung von schwerkranken Patienten rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr. Die ICU ist die einzige in Österreich und die Patienten kommen aus ganz Europa.

Unterstützung für Ausgründer, Forscher und Investoren

Nach dem Rundgang gab Mag. Christine Ruckenbauer, Geschäftsführerin der VetWIDI Forschungsholding, einen Überblick über die Gesamtaktivitäten der VetmedUni: Neben klassischen Forschungsfeldern forscht die Vetmeduni Vienna verstärkt den Menschen betreffende Wissensgebieten, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden, wie die die rasche Erkennung sowie die Entwicklung von präventiven und direkten Bekämpfungsstrategien von Seuchen oder die Sicherung von gesunden Lebensmitteln, oder die Risikoanalyse von Forschungsergebnissen. Außerdem haben sich am Campus auch zahlreiche junge Unternehmen, Spin-offs, angesiedelt.

Die VetWIDI, die Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft an der Vetmeduni unterstützt solche Ausgründungsprojekte und beteiligt sich auch finanziell daran. Das Angebot der VetWIDI reicht von Informationsveranstaltungen, über das Erstellen von Verwertungsstrategien bis hin zur Anbahnung von Kooperationen und der Betreuung von Lizenzierungsverträgen. Das Ziel unserer Aktivitäten ist die Stimulierung der Zusammenarbeit der WissenschaftlerInnen der Vetmeduni Vienna mit der Industrie. Dabei berät und unterstützt die VetWIDI ForscherInnen der Vetmeduni Vienna ebenso wie interessierte Unternehmen.

Biosafety, das Gebot der Stunde

Neben Marinomed, das marine Lebensformen (vor allem Schwämme und Stein- und Weichkorallen) für die Identifikation neuer pharmazeutischer Wirkstoffe erforscht, ist zum Beispiel Mycosafe eines der am Campus der Vetmeduni gegründeten Unternehmen, das uns die Gründerin, Frau Professor Renate Rosengarten vorstellte: Mycosafe wurde ursprünglich 2003 als das erste und bisher einzige Unternehmen in Österreich und als eines der wenigen in Europa gegründet, das auf GMP-konforme Qualitätskontrolluntersuchungen zum Nachweis von Mykoplasmen spezialisiert ist. Mycosafe ist heute eine führende Research Contract Organisation mit hoher Fachexpertise im Bereich der Mykoplasmen-Kontaminationssicherheit von Zellkulturen, Virusstocks und davon abgeleiteten biopharmazeutischen Produkten und Impfstoffen. Mycosafe hat sich vor fünf Jahren auf diese Marktlücke spezialisiert und gehört inzwischen zu den weltweit wenigen Anbietern mitfundiertem wissenschaftlichen und regulatorischen Know-how.

An diesem Nachmittag trafen die Handelsdelegierten noch einen weiteren Gründer eines Vetmeduni-Spin-offs. Der in Schottland gebürtige Dr. Andy Bailey, externer Experte des EU SCENIHR committee on emerging human health risks, und gefragter Referent an internationalen Konferenzen im Bereich der Biopharmazie, gründete vor einigen Jahren Virusure in Wien. Virusure ist spezialisiert auf Forschung und Entwicklung im Bereich der Viren- und Prionensicherheit und bietet Tests und Studien betreffend die Belastung von biopharmazeutischen Produkten mit Viren und Prionen (infektiöse Eiweißstoffe, verantwortlich für für eine bestimmte Form der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung beim Menschen sowie für die Rinderseuche BSE) an sowie Studien über die Entfernung dieser Pathogene, und ist auch auf damit verbundene regulatorische und Beratungsdienstleistungen spezialisiert.

Die Präsentationen von dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Donwloadseite (members only).

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