Steiermark

Holz und Industrie im Zentrum der CdH-Reise in das Grüne Herz Österreichs, zur Industriellenvereinigung Steiermark, Papierhersteller Sappi und Mayr-Melnhof Holz

Begrüßt wurden die Handelsräte in Graz von der Industriellenvereinigung Steiermark, deren Präsident Mag. Jochen Pildner-Steinburg und Dr. Thomas Kreutzer, Geschäftsführer, der Einblick in den Wirtschaftsstandort Steiermark gab:

Die Steiermark exportiert über 60% ihrer Produkte, von denen 98% aus der Industrie stammen. 33% aller Innovationen in Österreich kommen aus der Steiermark.

Zu den wichtigsten Industriezweigen in der Steiermark zählen unter anderem die Metallerzeugung und Verarbeitung, der Maschinenbau und die Papier- und Kartonherstellung, die im Zentrum der CdH-Reise  standen. Hochmoderne Branchen, in denen ebenfalls eine Marktführerschaft erreicht werden konnte wie etwa im Fahrzeugbau, in der Mirkoelektronik und der Elektrotechnik, ergänzen das Spektrum in der Steiermark. Durch die höchste regionale Forschungsrate ist es nicht nur gelungen, die zuvor erwähnten Branchen auszubauen, sondern auch die Grundsteine für zukunftsträchtige Industrien zu legen wie etwa in der Biokatalyse der Medizintechnik oder in diversen nanostrukturierten Materialien. Dass die Steiermark ein Industrieland ist, zeigt sich an der Dominanz des produzierenden Sektors in der regionalen Wertschöpfung und Beschäftigung. 37% des regionalen BIP wird von der Industrie erbracht, die auch direkt und indirekt mehr als die Hälfte aller steirischen ArbeitnehmerInnen beschäftigt. Dazu zählen namhafte internationale Unternehmen wie Sappi.

Sappi Austria Produktions-GmbH & Co KG

Das österreichische Sappi-Werk stand als nächstes am Besuchsplan, wo die Handelsdelegierten in einer umfassenden Führung auch die Geschichte des Werkes erfuhren: Das 1793 gegründete österreichische Papier-Werk Leykam-Mürztaler in Gratkorn wurde 1998 in den internationalen Sappi-Konzern mit insgesamt 20.000 MitarbeiterInnen eingegliedert. In Gratkorn ist Sappi der größte Arbeitgeber, inklusive Service und F&E. Auf 2 Maschinen werden 950.000 Tonnen gestrichene grafische Papiere und gebleichter Sulfitzellstoff hergestellt, nachdem der südafrikanische Zellstoff- und Feinpapierhersteller Sappi das steirische Werk Gratkorn ausgebaut hatte. Papermachine 11 (PM 11) ist mit 210m Länge die 3.größte Papiermaschine weltweit, wie Dietmar Radner -15 Jahre lang Managing Director von Sappi Gratkorn - den Handelsräten erzählte.

Sappi ist weltweit größter Hersteller von Papier und Zellstoff und einer der "big 6" in CWF Mills worldwide. Sappi produziert insgesamt auf drei Kontinenten als Weltmarktführer bei holzfrei gestrichenen Papieren (die verarbeiteten Hackschnitzel - "wastewood" - stammen aus der Region). Das sind die Top-Qualitäten, auf denen hochwertige Kataloge, Zeitschriften, Broschüren, Geschäftsberichte und Bildbände gedruckt werden.

Mayr-Melnhof

Den Abschluß der CdH-Reise bildete der Besuch des Mayr-Melnhof-Sägewerks in Leoben, das im Jahr 10.000 Tonnen Festmeter Nadelrundholz verarbeitet und wo die Handelsräte von Werksleiter Richard Metnitzer durch die gesamte Produktion geführt wurden. Mayr-Melnhof ist heute eines der führenden europäischen Unternehmen in den Bereichen Schnittholz und Holzweiterverarbeitung, das nicht nur Österreich, sondern auch die Golf Region, den Nahen Osten und Japan beliefert.

Die Historie der Familie Mayr-Melnhof die zurück geht bis ins Jahr1423, gehört ebenso wie das Papierwerk zu den geschichtsträchtigsten Österreich, seit 1603. Der Hauptsitz der 1850 gegründeten Mayr-Melnhof Holz Gruppe und Sitz der Holding befindet sich in Leoben. Die 1,3 Mio. Festmeter Nadelhölzer, die für die Produktion benötigt werden, kommen zum Großteil aus den umgebenden, waldreichen Regionen. In dem modernen Großsägewerk wird zu 97% standardisiertes Schnittholz aus Fichte und zu 3% aus Lärche erzeugt und zu Brettschichtholz sowie Brettsperrholz weiterverarbeitet. Der andere Teil wird von der Mayr-Melnhof Timber Trading sowie über andere Vertriebswege in alle Welt exportiert.

 

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